Schlagwort: Radfahren

  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 15

    13.09.2020 Deutschlandtour Tag 15; Badhütten (Tettnang) -> Hopfensee, Füssen und Tegelberg

    Heute war wieder ein halber Reisetag. Knapp zwei Stunden Fahrzeit zeigt unser Navi bis zum Hopfensee, bei Füssen, an. Vom Campingplatz Badhütten ging es über erst merkwürdige Wege über Land aber dann wurde es doch langsam immer bergiger und irgendwann kamen auch die ersten Gipfel in Sicht. Dann passierten wir die Grenze zu Bayern. Da wir vorher kein Visum beantragt hatten, waren wir etwas unsicher ob wir einreisen dürften, wir wurden aber nicht erwischt (🤪).

    Allgäuer Landschaft

    Die Landschaft wurde immer mehr wie das Klischee von Bayern: Gipfel in der diesigen Ferne, hübsche Bauernhöfe und Häuser mit Schindeln gedeckt und hölzernen Balkonen und Kühe mit Glocken.

    Dann kam bald der Hopfensee in Sicht und wir waren echt beeindruckt: Wunderschön in den Hügel und vor den Alpen gelegen! Und genauso schön gelegen ist der Campingplatz Hopfensee der direkt am See liegt. Von unserem Stellplatz sind es auch nur 50m bis zum Wasser.

    Flyer Campingplatz Hopfensee

    Nach den üblichen Aufbautätigkeiten tranken wir zu dritt zwei Biere zur Stärkung und warfen uns gleich in die, frischen, Fluten des Sees. Das Wasser war kühl und angenehm aber etwas grün-braun durch Schwebeteilchen. Der Seeboden und der Strand bestehen aus kleinen Kieselsteinen. Merkwürdig waren nur die Unterwasserpflanzen mit Dornen, die uns in die Beine piekten. Vermutlich ist es das Große Nixenkraut. Es piekst wie Brombeeren am Bein. 😳

    Dank moderner Technik, wasserdichtes Smartphone, konnte ich sogar im See und unter Wasser fotografieren.

    Nixenkraut
    Badestelle Hopfensee
    Selfie im Hopfensee

    Getrocknet und umgezogen sattelten wir die Räder und fuhren nach Füssen und dort an die Talstation der Tegelbergbahn. Wir lösten drei Fahrkarten (23€ pro Person) und fuhren mit der Seilbahn nach oben. Wegen Corona durfte die Kabine nur mit 75% der Kapazität genutzt werden. Das bedeutete hier 30 Personen. Was für uns viel, viel zu eng war. Enger wurde es auch weil diverse Gleitschirmflieger mit ihren riesigen Rucksäcken ebenfalls auf den Gipfel wollten. Aber die Fahrt dauerte ja nur 6 Minuten (ich habe einfach möglichst flach geatmet).

    Seilbahn zum Tegelberg

    Schon während der Bergfahrt lauschten wir dem Bericht eines Gleitschirmfliegers der von einem Rettungseinsatz von Personen aus einem Klettersteig berichtete. Den Hubschrauber konnten wir auch bald sehen und oben von der Bergstation die Manöver beobachten. Mehrmals flog er einen schmalen Grat an und ließ auch mehrere Personen auf und ab.

    Hubschraubereinsatz
    Selfie auf dem Tegelberg
    Aussicht vom Tegelberg

    Wir genossen von den die herrliche Aussicht, die Weitsicht war auch ganz gut und machten eifrig Fotos von uns und der Umgebung. Fasziniert beobachteten wir auch die Gleitschirm- und Drachenflieger die sich oben bereit machten. Anfangs war der Wind wohl noch zu schwach oder von der Richtung ungünstig aber dann ging es los und einer nach dem anderen hob ab. Faszinierend!

    Abflugplatz
    Drachenflieger warten auf den Start

    Nach einiger Zeit nahmen wir dann wieder die Bahn nach unten und fuhren mit den Rädern zu einem Gasthof um unseren Durst zu stillen. Das gab uns neue Kraft um durch Füssen zurück zum Hopfensee zu fahren und uns eine nettes Restaurant zum Abendessen zu suchen. Im Hotel „Fischer am See“ fanden wir gerade noch einen Platz. Der Rest des Ortes war schon voll. Das Essen war gut aber leider waren die zwei armen älteren Damen mit dem Service für drinnen uns draußen etwas überfordert. Naja.

    Und als wir fast schon am Campingplatz waren konnten wir auch noch ein paar Alphörner hören die irgendwo in der Nähe ein kleines Konzert gaben. Mehr Klischee geht wirklich nicht! J. ging nochmal baden und erschöpft gingen wir früh zu Bett um morgen früh aufzustehen. Die Zugspitze wartet! 🙂

    Gute Nacht!

    Abendstimmung am Hopfensee
  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 14

    12.09.2020 Tag 14, Ruhetag in Badhütten

    Heute war zwar Samstag und für uns eine Art Ruhetag. Nichts wirklich spannendes ist passiert. J. ist morgens mit dem Auto zu einer Werkstatt gefahren um ein Abblendlicht vom Auto reparieren zu lassen. Außerdem hat er noch etwas eingekauft. Swantje war mit dem Rad zu einer Burgruine ganz in der Nähe gefahren und ich mit dem Rad zum Schloss Giessen auch ganz in der Nähe.

    Hopfenreihen nahe des Campingplatzes
    Apfelbaum in der Nähe der Burg

    Die Burg Giessen wurde 1405 erstmal erwähnt, heute ist sie in Privatbesitz, wird renoviert und einige Räume können teilweise für Veranstaltungen gemietet werden. Es besitzt einen Wassergraben, der heute aber leer ist. Es macht von außen aber schon was her, gerade weil es aus dem flachen Land so heraussticht. Besichtigungen sind aber nur nach Absprache möglich. Danach fuhr ich also über Apfelau wieder zum Campingplatz zurück.

    Burg Giessen
    Eingang Burg Giessen

    Gemeinsam nutzen wir dann das Schwimmbad um uns abzukühlen bevor J. und ich wieder mit dem Rad aufbrachen um in Kressbronn Einkäufe zu tätigen. Dabei konnten wir bei der Apfelernte mit dem, ferngesteuerten, Traktor zusehen.

    Auf dem Rückweg stutzten wir dann: Auf einem gemähten Feld standen lila Krokusse. Krokusse? Im Spätsommer? Nach der Recherche bei Google fanden wir heraus dass es wirklich Herbstkrokusse gibt. Ähnlich sind aber auch die Herbstzeitlosen.

    Herbstkrokusse

    Morgen ist dann wieder Reisetag in Richtung Füssen.

  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Teil 12

    Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Teil 12

    10.09.2020 Tag 12, Riegel am Kaiserstuhl -> Tettnang am Bodensee

    Der heutige Tag war eigentlich nur ein Reisetag. Wir fuhren nach dem Frühstück los in Richtung Schwarzwald und erreichten diesen auch bald. Steil schlängelte sich die Straßen durch eine, beinahe schluchtartige, Engstelle um sich dann in vielen Serpentinen und Kurven nach oben zu schrauben.

    Aufstieg in den Schwarzwald

    Irgendwann erreichten wir das „Plateau“ des Schwarzwaldes um dann in irgendwann wieder hinunter zu fahren und dem Bodensee immer näher zu kommen. Bald kam er auch in Sicht und wir folgten seinem Ufer um am „Gutshof Camping Badhütten“ in Laimnau, Ortsteil von Tettnang anzukommen.

    Gasthaus am Campingplatz Badhütten
    Schwimmbad auf dem Campingplatz

    Leider hatte der Platz noch Mittagsruhe aber nach 15 Minuten warten bekamen wir unseren Platz zugeteilt und bauten schnell auf. Der Campingplatz ist idyllisch gelegen in einer wunderschönen Gegend mit vielen Apfel- und Hopfenplantagen und hat sogar ein eigenes schickes Schwimmbad. Teilweise Äpfel soweit das Auge reicht und die einzelnen Bäume dicht behangen.

    Apfelplantage, dick behangen
    Geernteter Hopfen

    Nach etwas Ausruhen fuhren wir einkaufen in den Ort Kressbron. Einige von uns badeten und nach dem Baden fuhren wir zum Abendessen nach Laimnau in den Gasthof „Zum Landwirt“.

    Gastwirtschaft „Zum Landwirt“

    Dort saßen wir unter Wein draußen und genossen rustikale Landküche. J. und Swantje eine riesige Fleischpfanne für zwei Personen, ich einen klassischen Zwiebelrostbraten. Dazu gab es zwei Sorten Apfelmost und Hefeweizen. Als Abschluss gab es einen Schnaps bevor wir dann mit einem kleinen Umweg zurück zum Campingplatz fuhren und den Abend dort ausklingen ließen.

    Fleischpfanne für zwei Personen
    Zwiebelrostbraten
    Rosé Most, Hefeweizen, Heller Most
    Abendstimmung auf dem Campingplatz
  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 11

    Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 11

    09.09.2020 Tag 11, Stuttgart -> Riegel am Kaiserstuhl -> Kaiserstuhl

    Der heutige Bericht ist eine Gemeinschaftsarbeit von Swantje (s) und mir (h)

    (h)

    Heute sind wir von Stuttgart wieder weitergezogen in Richtung Kaiserstuhl.

    Unser Navigationssystem (Google Maps) wies uns denselben Weg in Richtung Leonberg wie gestern, nur dass wir abfahren sollten aufgrund von Stau/stockendem Verkehr. So fuhren wir von der Autobahn ab und tingelten durch die schwäbische Landschaft. Es ging über Hügel, Täler und durch kleine enge Orte. Spannenden Orte die wir sonst sicher nie gesehen hätten wie Wurmberg oder Niefern-Öschelbronn. Dafür war die Aussicht aber zwischendurch echt schön und es herrschte ländliche Idylle.

    Irgendwo in BaWü

    (s)

    Auf dem Campingplatz angekommen, nahmen wir einen kleinen Mittagssnack zu uns und sattelten dann unsere Räder um Richtung Kaiserstuhl zu fahren. Der Kaiserstuhl ist ein 556,8 m hoher, verwitterter Vulkankegel. Unsere Radtour ging zunächst über tolle Fahrradwege, hauptsächlich zwischen Maisfeldern entlang. Wir fuhren durch ein paar schöne Ortschaften. Besonders Endingen am Kaiserstuhl hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Altes Stadttor Endingen

    Ein Örtchen mit vielen Fachwerkhäusern und kleinen „Lädele“, welches seinen Charme versprühte. Leider hatten die meisten Geschäfte und Gasthöfe am Mittwoch Ruhetag.

    Wir passierten das schöne alte Stadttor und fuhren entlang einer Landstraße weiter. Dort kamen wir an sehr vielen Obstfeldern und Weinbergen vorbei. Prompt hielt ich an und naschte an einer Traube. Ich verzog mein Gesicht und urteilte, dass diese gut noch etwas Sonne vertragen könnte. Henning und ich genehmigten uns auch noch jeweils einen sehr leckeren süßen Apfel. Die Äpfel waren von der Sonne so warm, dass Henning spontan die Assoziation eines „Bratapfels“ hatte. 🤪

    Apfelplantage

    Weiter ging der Weg an der Landstraße, eingerahmt von Weinbergen doch leider wurden wir auf der Bundesstraße, ohne Radweg, von vollbeladenen Treckern überholt, die mit der Weinlese beschäftigt waren. Etwa vier Kilometer vor unserem Ziel ging es dann bergauf. Und das ziemlich steil. Bei einer Steigung von bis zu 12% sangen wir eine Lobeshymne auf die E-Bikes. Wobei dieser Berg selbst mit den E-Bikes herausfordernd war. Mit zwei kleinen Unterbrechungen erreichten wir das Ziel und wurden mit einem herrlichen Ausblick über die Weinberge belohnt.

    12° Gefälle

    (h)

    Knapp 250 Höhenmeter hatten wir nun geschafft und uns die gute Aussicht mehr als verdient. Auch hier kosteten wir ein paar helle Trauben und stellten fest: Die sind sehr süß und vermutlich sehr bald erntereif.

    Reife Trauben

    Nachdem wir ein paar Schlucke Wasser aus einer kleinen Flasche geteilt und auch Fritz noch die Weinberge inspiziert hatte rollten wir den Berg wieder hinunter.

    Aussicht vom Kaiserstuhl
    Fritz im Weinberg

    Mir war ein bisschen mulmig zu Mute, sind meine Scheibenbremsen doch schon länger nicht mehr die besten. Und die Vorstellung mit 100 km/h den Berg hinunter zu rollen und dabei zu stürzen oder den Vordermann bei einem Bremsmanöver zu touchieren oder zu rammen war nicht verlockend.

    Vor der ersten scharfen Kurve ging es noch aber auf der langen Geraden kamen wir richtig in Fahrt! Swantjes Tacho zeigte kurzzeitig 51 km/h an und meiner 49,6 km/h und das ist die höchste Geschwindigkeit die ich je mit einem Fahrrad gefahren bin.

    Abfahrt!

    Wir rollten zurück durch Kiechlinsbergen und Königschaffhausen und hielten nochmal in den Obstfeldern an, weil Swantje noch eine Zwetschge probieren wollte. Wir hielten auf der rechten Fahrbahnseite an und Swantje lief über die Straße um 3 Zwetschgen zu holen. Sie musste dabei etwas von der Straße hinunter da das Feld etwas tiefer lag.

    Als sie auf dem Rückweg war, J. und ich waren mit Gucken in die andere Richtung abgelenkt, schrie sie auf einmal: „Oh mein Gott! Hier ist die größte Spinne die ich je gesehen habe!“

    Im ersten Moment reagierten wir gar nicht, beziehungsweise wir dachten wohl „Jaja. Die nun wieder. Große Spinne haha…“

    Aber auch nach unserem Umdrehen und aufmunternden Worten blieb sie wie versteinert am Straßenrand stehen. Ich wunderte mich und ging zu ihr hin um die Spinne zu begutachten. Und was soll ich sagen: Auch mich schauderte es. Die Spinne, die auf dem unteren Ende von Swantjes kurzer Hose saß, war mit Beinen etwas kleiner als ein runder Bierdeckel und der Körper etwa brombeergroß. Der Hinterleib war gelb/grün/schwarz gestreift, die Beine auch mit schwarzen Streifen und optisch spitz wie ein Stachel vom Stachelschwein.

    Spinne auf dem Hosenbein

    Insgesamt also eine Erscheinung die auch mich abschreckte. Ich machte, natürlich, erst ein Foto für die Nachwelt und lief dann wieder über die Straße um etwas zu suchen um sie zu entfernen. Da nichts da war brach ich einen Ast ab und lief zurück um die Spinne von der Hose zu schubsen. Der Versuch scheiterte und die Spinne machte den Versuch das Bein hoch zu laufen. Schnell schubste ich sie dann doch mit dem Stock zurück ins hohe Gras und wir wechselten schnell die Straßenseite.

    Swantje musste wohl auf dem Rückweg, im hohen Gras, durch das Netz mit der Spinne gelaufen und sie so unabsichtlich mitgenommen haben. Hinterher fanden wir heraus, dass es sich um eine Wespenspinne handelt. Giftig ist sie zum Glück nicht, nur gefährlich im Aussehen.

    Der Versuch in Endingen etwas zu essen oder zu trinken zu finden scheiterte aufgrund des Ruhetages und so fuhren wir weiter bis nach Riegel. Dort fanden wir im „Eiscafé La Venecia“ eine Zuflucht. Der Laden war gerammelt voll und unsere Bestellung brauchte einige Zeit bis sie komplett war. Aber unser Spaghettieis (J. und ich) und die Eisschokolade (Swantje) schmeckten köstlich und gaben uns verbrauchte Energie zurück.

    Spaghettieis

    In Riegel klärte sich auch die große Anzahl an Radfahrer*innen auf, die uns um Endingen begegnet waren (95% E-Bikes): In der Gegend verlaufen 6 regionale/Fernradwege.

    Radwege satt in Riegel

    (s)

    Zurück auf dem Campingplatz wollte J. uns ein leckeres Mineralwasser ausgeben. Dieses hatten wir im Auto im Kofferraum gelagert. Es hatte inzwischen eine gute Temperatur, um damit direkt Tee oder Kaffee zu kochen.

    Der heutige Campingplatz liegt direkt am Müllersee. Unser Stellplatz ist nur etwa 50 Meter vom See entfernt. Die Vorfreude war schon den ganzen Tag riesig und nach der Fahrradtour hatten wir uns eine Abkühlung wirklich verdient. Wir gingen aufgeheizt ins eher kühle Wasser, welches schnell tief wurde. Nach bereits drei Metern konnten wir schon nicht mehr stehen. Mir wurde schnell kalt, so dass ich mich eher am Anfang des Sees aufhielt.

    Mülller-See (Foto: Swantje)

    Dort konnte ich dann einen ernsten Streit zwischen zwei Brüdern (ca. 7 und 9 Jahre alt) mitbekommen. Der Streit war so ernst, dass der jüngere dem älteren die Bruderschaft kündigte. Sie sind nun wohl Einzelkinder… Den Abend ließen wir mit den Resten der selbstgemachten Bolognese, einer Dokumentation über „Stuttgart 21“ und kühlen Getränken ausklingen.

     

     

  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 9

    07.09.2020 Tag 9, Stuttgart

    Den heutigen Tag haben wir getrennt verbracht.

    Nachdem ich morgens ein englisches Frühstück zubereitet hatte, fuhren F. und Swantje nach Ludwigsburg um jemanden zu besuchen. F. wurde danach am Bahnhof abgesetzt und musste leider den Heimweg antreten weil er kein Frei mehr hat.

    Englisches Frühstück

    J. und ich sattelten unsere Fahrräder und fuhren am Neckar entlang durch den unteren Schlossgarten bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof beziehungsweise Stuttgart 21. Der Untere Schlossgarten zieht sich vom Ortsteil Bad Cannstatt über knapp 3km bis direkt an den Hauptbahnhof und ist eine echte Oase mitten in der Stadt. Ein kleiner Wasserlauf fließt hin und her, es gibt mindestens 2 Biergärten, große Freiflächen mit Rasen und eine mächtige Allee mit riesigen Plantanen. Wunderbar zum Flanieren oder hindurchfahren.

    Plantanenallee im Schlossgarten
    Stuttgarter Hauptbahnhof

    Am Bahnhof liefen wir durch die große Bahnhofshalle und gingen in den Infoturm Stuttgart der über das Projekt Stuttgart 21 informiert. Auf verschiedenen Ebenen wird man mit Bildern, Grafiken und Multimediaelementen (Tablets mit Augumented Reality, große Touchscreens) über die Planung, Ausführung und den Stand der Bauarbeiten informiert. Richtig cool war es in einer Ecke eine virtuelle Drohne durch den simulierten Bahnhof zu lenken. 😃

    Baustellenplakat Stuttgart 21

     

    J. steuert eine Drohne

    Von der obersten Etage kann man dann nach drei Seiten die Baustelle anschauen. Wirklich beeindruckend was dort an planerischer und logistischer Leistung erbracht wurde und wird. Alleine eine von den riesigen Tulpen, die später einmal die Decke des Bahnhofes tragen, enthält 350 Tonnen Stahl, plus die gleiche Menge Stahlbeton. Die Form jeder Tulpe ist unterschiedlich, die Formen müssen jeweils in 3D konstruiert und gefräst werden und so weiter.. Wahnsinn!

    Baustelle für den neuen Bahnhof

    Auf dem Rückweg gönnten wir uns im Biergarten im Unteren Schlosspark noch eine Pause mit Getränk bevor wir noch ein paar Erledigungen machten. Ein eventueller Besuch des Straßenbahnmuseums Stuttgart fand nicht statt: Erst ab Mittwochs ist es geöffnet.

    Wir hielten noch kurz an der Feuerwache 3 der Stuttgarter Feuerwehr bevor wir zum Campingplatz zurückfuhren und uns eine ausgiebige Mittags/Urlaubsstunde gönnten.

    Feuerwache 3 Bad Cannstatt

    Heute abend bekommen wir noch Besuch von M. und A. zum Grillen.

    PS: Hier auf dem Campingplatz gibt es endlich ordentliches WLAN (36/11Mbit)

  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 6

    04.09.2020 Tag 6, Köln – Bonn – Köln

    Puh. Der Tag heute verlief anders als geplant und die Popos von J. und mir tun jetzt doch etwas weh. 😆

    Der ursprüngliche Plan war ja mit den Rädern nach Köln in die Innenstadt zu fahren um dort das „Triangelhaus“ zu besteigen und von dort die Aussicht zu genießen. Oder so. Aber mir hat Köln nun von Anfang an nicht zugesagt und ich hatte die Idee mit der Bahn doch nach Bonn zu fahren um die alte Bundeshauptstadt mal zu erkunden. Diesen Plan trug ich meinen beiden Mitreisenden vor und sie waren erst skeptisch aber dann machte J. den Vorschlag doch mit dem Rad nach Bonn zu fahren, immer am Rhein entlang. Danach könnte man in der Bahn und den Rädern zurückfahren und so eine Strecke sparen und S. könnte ihren Freund F. vom Hauptbahnhof Köln abholen.

    Zebra auf dem Balkon. Haus gegenüber der Einfahrt zum Campingplatz

    Wir waren alle damit einverstanden und machten uns mit den Rädern auf nach Bonn. Der Radweg führte durch die Rheinauen, dann direkt am Rhein entlang und umging später ein großes Industriegebiet bzw. durchquerte es.

    Rheinufer bei der Fähre Mondorf

    Dann ging es wieder am Rhein entlang durch Bornheim bis schließlich nach Bonn. Eine kurze Pause machten wir bei der Fähre Mondorf. In Bonn fuhren wir zum Hauptbahnhof und S. informierte sich erstmal wie teuer eine Fahrkarte für Person plus Fahrrad wäre. Dabei kam die Idee auf dass sie alleine F. vom Bahnhof abholt und J. und ich noch etwas Bonn erkunden und dann mit dem Rad zurückfahren.

    Durchs Industriegebiet

    Und so machten wir es auch. J. und ich gingen durch die Fußgängerzone, die uns gut gefiel, kamen am historischen Rathaus vorbei, sehr hübsch, und machten uns bald auf den Rückweg. (Bonn hat mir übrigens auf Anhieb gut gefallen, im Gegensatz zu Köln..) Eigentlich wollten wir irgendwo nett einkehren aber irgendwie war da erstmal nichts (offen).

    Historisches Rathaus in Bonn

    Wir kamen gut voran, fuhren diesmal aber nicht direkt den Weg am Rhein sondern die Straße/den Weg etwas vom Wasser weg entlang. In Widdig, Ortsteil von Bornheim, fanden wir mit dem Restaurant Cafe Rheinterrassen einen tollen Pausenort mit bester Aussicht über den Rhein. So konnten wir ein wenig den Fluss und die Schiffe darauf beobachten und uns mit Pils (J.) und Pflaumenkuchen mit Kölsch (Ich 😆) stärken. Kurzzeitig fand sogar ein Feuerwehreinsatz auf dem Wasser statt denn wir sahen ein Feuerwehr- und ein Polizeiboot mit Blaulicht stromabwärts fahren. Was da los war haben wir bisher aber nicht heraus bekommen.

    Blick vom Restaurant Rheinterrassen
    Der Rhein unterhalb des Restaurants Rheinterassen

    Leicht erschöpft und mit beanspruchtem Hintern kamen wir dann wieder auf dem Campingplatz an. Nach einem großen Schluck Selter und einem Kölsch gingen wir vier dann gemeinsam zum Thailändischen Restaurant und ließen den Abend ausklingen.

    60 Kilometer Radfahren und 3km zu Fuß werden wohl reichen um uns gut schlafen zu lassen.😇😴

    Tagesbilanz meiner Apple-Watch
  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 4

    02.09.2020 Tag 4 – Essen, Zeche Zollverein und Radtour um den Baldeneysee

    Vierter Tag des Urlaubes. Dritter Tag im Wohnwagen. Verschlafen und mit kleinen, müden Augen stehe ich um kurz nach acht auf, um die Sanitärräume aufzusuchen. Es ist ziemlich kalt (ich bin nur in kurzer Hose und Jacke) und noch liegt eine dichte Nebelschicht über dem Campingplatz an der Ruhr. Die Sonne vermag nur zaghaft ihre Strahlen durch den grauen Schleier der Dämmerung zu senden. Das Gras, der Tisch, die Stühle und mein Fahrradsattel sind nass vom Morgentau, welcher mir ein paar kleine neue Nachbarn nahe unserem Wohnwagen offenbart: Zwei Kreuzspinnen haben über Nacht ihr Netz aufgespannt und warten in der Mitte geduldig auf ein armes Opfer was ihr Frühstück werden könnte. Dicke Tautropfen hängen an den einzelnen Fäden und ich wundere mich über den Erfindungsreichtum der Natur, solche fantastische Kreaturen hervorzubringen.

    Kreuzspinne mit Tau

    Oh.. Entschuldigung. Irgendwie bin ich kurz in den Schriftstellermodus verfallen. 😆 Also weiter im Text:

    Nur kurze Zeit später setzte sich die Sonne durch, die Nebelschwaden verzogen sich und blauer Himmel begrüßte uns.

    Blauer Himmel über dem Campingplatz

    Nachdem wir alle drei geduscht haben frühstücken gemütlich wir vor dem Wohnwagen. J. war schon früher wach als S. und ich und hat beim Bäcker auf der anderen Seite der Ruhr ein frisches Brot gekauft. Es war ein Sauerteigbrot mit Sesamkruste und es schmeckte wirklich sehr gut. Der Bäcker hat seinen guten Ruf (Bio, regional usw.) anscheinend zu Recht.

    Zeitig machen wir uns mit dem Auto auf zur Zeche „Zollverein“. Diese war nur etwa 6 km durch vom Campingplatz entfernt und so waren wir nach zwanzig Minuten bereits da. Schon von weitem ist der ikonische Förderturm das ikonische Fördergerüst zu sehen.

    Fördergerüst Zeche Zollverein

    Die Zeche „Zollverein“ wurde 1851 gegründet und bis 1986 wurde an diesem Ort Steinkohle aus bis zu 1.000 m Tiefe (bergmännisch: Teufe) gefördert und in der Kokerei in Koks umgewandelt um anschließend mit Güterzügen direkt zu den Hochöfen des Ruhrgebietes zur Stahlherstellung gebracht zu werden. Seit der Schließung ist man aber, nicht nur in Essen, bemüht den „Strukturwandel“ zu gestalten und positive Effekte für die Region zu erreichen.

    Ruhrmuseum

    Bei Zollverein hat man sich dazu entschieden es zu erhalten, die Böden sind zu verseucht und die Anlage stand schon bei der Schließung unter Denkmalschutz, und für Kunst und Kultur öffnen. So finden sich Galerien, Veranstaltungsräume und Museen in den alten Hallen. Dabei hat man es geschafft das Alte mit dem Neuen gut zu verbinden wie ich finde.

    Treppenhaus im Ruhrmuseum
    Im Ruhrmuseum, alt neben neu

    Wir besuchten als erstes das Ruhrmuseum welches einen wirklich umfassenden Überblick über Geschichte, Kultur, Leben und Entwicklung des Ruhrgebietes gibt. Das reicht von Saurierfunden über die Geschichte der Römer, die Nazizeit, Tierwelt, Leben im Ruhrgebiet damals und heute bis zur Handwerkskunst des Mittelalters oder kirchlichen Reliquien. Mir persönlich hat vielleicht eine rote Linie gefehlt.

    Füchsin und Junges

    Vielleicht hätte man verschiedene Pfade machen können wie „Bergbaupfad“ oder „Steinzeit im Ruhrgebiet“. Knapp drei Stunden verbrachten wir im Museum um anschließend zu Fuß rüber zur alten Kokerei zu gehen wo wir eine geführte Tour gebucht hatten. Diese fand aber erst um 14:30 statt und es war erst 12:30.. Also nutzten wir die Zeit um im Cafe & Restaurant – Kokerei Zollverein zu Mittag zu essen. Ich hatte grobe Bratwurst, Kartoffelstampf mit Speck, Brokkoli und Zwiebelsauce. Lecker wie bei Oma! J. hatte Kartoffelsuppe und S. Currywurst+Pommes, die Ruhrgebietplatte. 😁

    Mittagessen in der Kokerei

    Da anschließend immer noch Zeit war besuchten wir kurz die Ausstellung „SURVIVORS – Faces of Life after the Holocaust„, die kostenlos in der alten Mischhalle der Kokerei zu sehen war. Ich war nicht so in der Stimmung für diese Art von Ausstellung aber beeindruckend waren die Räumlichkeiten: Die alten Vorratsbunker der Mischanlage der Kokerei Zollverein. RIESIGE Trichter in denen Kohle gelagert wurde.

    Ausstellung „Sourvivors“
    Treppenhaus im Trichter
    Treppenhaus im Mischhaus (von oben)
    Wendeltreppe

    Danach startete die Führung am Infokiosk. Ein studierter Führer, ein echtes Essener Original, begrüßte uns und stimmte uns auf die Geschichte der Gegend, der Kohle und den kleinen und großen Problemen des Ruhrgebietes ein. Er erklärte uns beim Durchgehen die Herkunft der Kohle und die Funktion der einzelnen Teile einer Kokerei. Absolut beeindruckend so eine gewaltige Anlage im Stillstand und nach 30 Jahre Verfall zu sehen. Kaum vorstellbar für uns Laien wie dieses Biest bei laufendem Betrieb ausgesehen haben muss. 30 Jahre Betrieb ohne Pause wohlgemerkt! Unfassbar. 😳

    In der Kokerei 2
    In der Kokerei

    Schwer beeindruckt verließen wir danach das Gelände und fuhren nach einem kurzen Einkauf zurück zum Campingplatz. Dort gönnten wir uns eine kurze Pause um dann mit den Rädern ein wenig dem Ruhrradweg in Richtung des Baldeneysees zu folgen. Kurz durch den Ortskern von Werden ging es am Sperrwerk des Sees vorbei und weiter sehr flott und einfach auf ebener Strecke voran.

    Segler auf dem Baldeneysee

    Auf dem See herrschte ein reger Betrieb von Seglern, Ruderern, Kanuten und Stand-Up-Paddlern. Schnell hatten wir ein Viertel des Sees umrundet und nach einem Blick auf die Karte schien eine komplette Umrundung nicht mehr so weit zu sein. Also traten wir in die Pedale und hatten auch bald schon die alte Eisenbahnbrücke erreicht, die für uns das andere Ende des Sees war.

    Blick vom Restaurant auf die Brücke

    An der dortigen Gaststätte beschlossen wir unser Abendessen zu uns zu nehmen, was eine gute Idee war denn dort ist Mittwoch immer Grilltag und wir bekamen so Schweinekotelett bzw. Hähnchenbrustfilet vom Schaugrill. Angenehm gesättigt fuhren wir schließlich auf der anderen Seeseite zurück zum Campingplatz. Leider war diese Seite nicht so nahe am See und nicht so schön von der Aussicht, jedoch genauso gut zu fahren.

    Schacht Carl Funke

    Wir passierten den stillgelegten Schacht Carl Funke und fuhren unterhalb der Villa Hügel zurück. Dort ließen wir den Tag ruhig ausklingen.

    Sonnenuntergang über dem Baldeneysee

    Hinweis: Ich werde die nächsten Berichte etwas kürzer halten müssen, mir fehlt einfach die Zeit so ausführlich zu schreiben wie ich möchte.. 😩

  • Kurzurlaub auf Pellworm

    Huhu!

    Ein Lebenszeichen!

    Nach langer Pause gibt es einen neuen Beitrag. Ich war nämlich mal wieder verreist. Ja, auch in Zeiten von Corona. Genauer gesagt war ich mit meiner neuen Freundin (Kürzel K.) für einen kurzen, entspannten und möglichst menschenarmen Urlaub (2 Übernachtungen vom 1.-3. August) auf Pellworm. Eigentlich wollten wir nach Amrum, aber es ist halt Hochsaison und deshalb war alles voll. So machten wir uns also am Samstag vom Hafen Lüttmoorsiel auf Nordstrand mit der Fähre auf nach Pellworm.

    Pellworm liegt vor der Halbinsel Nordstrand, nahe Husum, an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und hat knapp 1000 Einwohner*innen.

    Hafen Lüttmoorsiel
    Hafen Lüttmoorsiel

    Nach einer Überfahrt von knapp 30 Minuten (13€ für Hin- und Rückfahrt zu Fuß, Parkplatz hinter dem Deich 6€ für 3 Tage) kamen wir am Tiefwasseranleger an. Den hat man gebaut um auch bei Ebbe dauerhaft ein Anlegen aller Schiffe zu gewährleisten. Der alte Hafen ist nur noch der Fischerei und den Seglern vorbehalten.

    Anleger Pellworm
    Anleger Pellworm

    Direkt an der Fähre hält dann der Inselbus um einen nach Tammensiel zu bringen. Alternativ kann man auch den Inselfahrdienst (eine Art Taxi) rufen oder buchen (5€ pro Fahrt für Gäste mit Kurkarte). Von Tammensiel fuhren wir dann mit dem Inselbus weiter bis zu unserem Quartier der Nordseelodge an der Westküste der Insel.

    Wir waren etwas verwirrt was es mit dem „Rufbus“ auf sich hat. Der hat zwar einen Fahrplan aber man muss trotzdem anrufen. Komisch. Nach der Fahrt damit ist es uns klar (hoffe ich): Der Bus fährt nur wenn sich Fahrgäste anmelden überhaupt los.

    Unser Hotel, die Nordseelodge, liegt direkt neben der alten Kirche mit dem weit sichtbaren, alten Kirchturm. 2018 wurde der Neubau an den alten Teil vom Hotel angebaut, in dem heute das Restaurant ist.

    Wir hatten ein Standard-Doppelzimmer mit Balkon gebucht (es soll wohl auch welche ohne Balkon geben aber irgendwie haben wir keine gesehen) und waren dann echt baff über das Zimmer. Wow! Groß, hell, schick eingerichtet und picobello sauber! 😃

    Panorama Zimmer Nordseelodge
    Panorama vom Zimmer in der Nordseelodge (Leider etwas unordentlich. Entschuldigung 🙈)

    Die Ausstattung vom Zimmer:

    • Ein großes Doppelbett
    • Kleiderschrank
    • Garderobe
    • ein (drehbarer) Fernseher mit allen Programmen und Internetanschluss (Mediatheken und Netflix ging also auch!!)
    • ein Sofa
    • ein Sessel
    • ein Schreibtisch und ein kleiner Tisch
    • Bad mit ebenerdiger Dusche
    • Minibar
    • Balkon mit Sitzgelegenheiten und Tisch

    Das Hotel verfügt über einen eigenen Spa-Bereich im Keller und den haben wir dann auch gleich mal dafür angemeldet, Corona lässt grüßen, und genutzt. Es stehen drei Saunen zur Verfügung: Finnische Sauna, Bio-Sauna und Dampfbad. Leider war das Dampfbad wegen Corona gesperrt. In die anderen Saunen durfte man nur Zimmer bzw. Paarweise und musste draußen ein „Besetzt“ Schild umdrehen. Und natürlich musste man sich mit anderen Nutzer*innen die Saunen und den Ruhebereich teilen. Draußen kann kann man auch liegen, aber wohl nur mit Bademantel oder Handtuch weil alle anderen Gäste von oben auf den Rasen gucken können. 😆

    Nach zwei Saunagängen gingen wir tiefenentspannt zum Abendbrot ins hauseigene Restaurant (auch nur nach Voranmeldung).

    Meine Liebste hatte Kabeljaufilet mit Speckbohnen in Dijon-Senf-Sauce und ich den Braten  von der Graugans mit Spitzkohl und Kroketten (leider kein Foto). EIN TRAUM! Wirklich eine sehr gute Küche!

    Kabeljaufilet
    Kabeljaufilet mit Speckbohnen und Dijon-Senf-Sauce

    Als Nachtisch gab es für K. noch ein Toblerone-Parfait. Seeehr lecker.. 😇

    Toblerone-Parfait
    Toblerone-Parfait ❤️

    Danach packten wir ein großes Handtuch, 2 Gläser und eine Flasche Cidre ein um nochmal an den Deich zu gehen. Knapp 10 Minuten zu Fuß und schon ist man auf dem Deich. Etwas überrascht waren wir vom Wind. 🙄 Generell waren es 24 Grad auf der Insel, nur VOR dem Deich herrschte doch eine gute Brise so dass K. gleich kalt wurde und wir den Plan mit dem Cidre spontan aufgegeben haben.. 😅

    Die Aussicht war natürlich trotzdem schön.

    Blaue Stunde über Pellworm
    Blaue Stunde über Pellworm
    Flut vor Pellworm
    Flut vor Pellworm

    Nach kurzer Zeit sind wir dann (mit Sturmfrisur) zurück ins kuschelige Hotelzimmer.

    Beim Ins-Bett-gehen bemerkten wir dann noch ein tolles Extra am Bett! Das Bild mit den Robben am Kopfende ist beleuchtet! 😍

    Bettbeleuchtung
    Bettbeleuchtung

    Am nächsten Morgen gab es dann Frühstücksbuffet im Restaurant. Ich fand es ok, ich bin aber auch nicht so der Fan von Frühstückbuffets in Hotels..

    Für den Tag hatten wir uns im Hotel zwei Fahrräder reservieren lassen, die im hoteleigenen Fahrradschuppen stehen. Damit wollten wir einmal gemütlich die Insel umrunden. Und das haben wir dann auch gemacht. Immer gegen den Uhrzeigersinn am Deich entlang. Erst außen, dann innen.

    Unterwegs trafen wir wirklich nur sehr wenige Menschen, was uns eigentlich nicht überraschen sollte aber ich hätte in der Saison mit mehr Betrieb gerechnet. Aber umso besser.  Auf Höhe der Mühle befinden sich eine normale Badestelle und ein FKK-Bereich am Vorland. K. wollte gerne baden also sind wir am FKK-Abschnitt rein. Erst war es zwar recht frisch aber dann war es wirklich angenehm! 😊

    FKK-Pelle
    Pelle von Pellworm macht FKK

    Anschließend fuhren wir, mit leichter Abkürzung, nach Tammensiel um dort ein Krabbenbrötchen zu essen (Es war fast 14:00). Dies erwies sich leider als nicht möglich. „Tom`s Fisch und Grill“ wollte keine Bestellung mehr annehmen da ab 14:00 Ruhepause ist und im „Hafen Pub“ gibt es keine Fischbrötchen. Unbefriedigend.. ☹️

    Also mussten wir noch bis zum Leuchtturm weiterfahren um am „Lighthouse Inn“ etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Aber auch dort gab es keine Krabbenbrötchen, dafür eine lange Liste von Single Malts.. 🤷‍♂️

    Wir haben uns dann eine Portion Kibbelinge mit Pommes, ein Hefeweizen, eine Basilikumlimo und ein Eis gegönnt. Und waren wieder zufrieden. Der Besuch beim Leuchtturm fiel leider aus da der nur nach Anmeldung zugänglich ist..

    Leuchtturm Pellworm
    Leuchtturm Pellworm

    Nachdem wir die Insel einmal umrundet hatten haben wir noch einen Internetbekannten von mir getroffen und dann noch etwas auf das Meer geschaut. Lustigerweise waren auf unserem Abschnitt erst keine Schafe aber auf einmal setzte sich die ganze Herde in Bewegung und rannte an uns vorbei. Schon etwas komisch. 👀

    Schafe und Rad am Deich
    Schafe und Rad am Deich

    Den Abend haben wir nach dem, wieder sehr guten Essen, dann im Bett mit Netflix verbracht. 😇

    Schaf im Fernglas
    Schaf im Fernglas

    Fazit:

    Pellworm hat uns zwei sehr entspannte Tage bei gutem, norddeutschen Sommerwetter beschert. Anreise, Hotel und Essen waren gut, natürlich überall mit Maske. Leider waren wegen Corona doch so einige Restaurants usw. auf der Insel geschlossen. War natürlich schade.

    Wer also wirklich seine Ruhe haben und nicht vielen Menschen begegnen will, für den ist Pellworm genau das richtige. Sicherlich hätten wir auch noch einen Tage mehr im Inneren der Insel verbringen können und mit mehr Baden oder Kindern bekommt man sicher auch eine Woche gut gefüllt.

    Von daher 👍👍👍👍👍 von 5 für Pellworm.

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